Zeitungssterben beschleunigt sich – Digitalisierung eats media

Zeitungssterben beschleunigt sich – Digitalisierung eats media

  • On 21. Januar 2016
  • 0 Comments

Heute morgen habe ich die IVW Zahlen aus Q4 2015 gesehen. Junge Junge – bei einer Zeitung/Zeitschrift in verantwortlicher Rolle zu sein, ist aktuell sicherlich kein Zuckerschlecken.

Überregionale Tageszeitungen im 4. Quartal 2015
  verkaufte Auflage 2015-IV vs. 2014-IV
Platz Titel 2015-IV absolut in %
1 Bild 1.873.242 -226.667 -10,8
2 Süddeutsche Zeitung 367.924 -13.920 -3,6
3 Frankfurter Allgemeine 263.910 -41.347 -13,5
4 Die Welt Gesamt (Die Welt + Welt Kompakt) 187.866 -12.988 -6,5
5 Handelsblatt 123.473 5.439 4,6
6 taz.die tageszeitung 51.959 -1.853 -3,4
7 Neues Deutschland 28.669 -1.740 -5,7
Daten-Quelle: IVW / Tabelle: MEEDIA

Diese Übersicht inkludiert sowohl „Print“ über Abo und Einzelhandel, als auch Online. Die „Bild“ verliert weiterhin dramatisch an Reichweite. „Die Welt“ ist im Printbereich in Q4/2015 das erste mal unter die 100.000 Exemplare Grenze gerutscht und bewegt sich fallend Richtung bedeutungslosigkeit.

Die Entwicklung ist wenig überraschend, da die meisten Zeitungen immer noch keine relevanten und adäquaten Digitaliserungsstrategien erarbeitet haben – das bloße Einführen einer Paywall, ist das meiner Ansicht nach nicht.

Das es auch anders laufen kann, zeigt sich beim Handelsblatt. Das hat im Digitalbereich den Verlust im Printbereich auffangen und sogar überkompensieren können.

Randbemerkung: Der Überlebenskampf bei den Zeitungen geht in die vermutlich vorletzte Runde. Ich denke weitere Abwicklungen (nach z.B. FT Deutschland) werden folgen. Das erklärt auch das hysterische Verhalten einiger Medien in der Berichterstattung. Das Handelsblatt sticht da angenehm hervor – umso erfreulicher, das es sich nun auch ökonomisch entwickelt.

 

0 Comments

Kommentar verfassen