Zeit für Fritz – eine der wohl dämlichsten Werbekampagnen überhaupt

Zeit für Fritz – eine der wohl dämlichsten Werbekampagnen überhaupt

  • On 24. September 2012
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Hallo alle,

vor ein paar Tagen war ich mit dem Zug unterwegs und habe im Bahnhof das Werbeplakat zu dieser Aktion hier gesehen. Wie man unschwer erkennen kann ist dies eine Werbekampagne der Firma McCain für ein Pommes Frites Produkt. Offensichtlich sind Kinder im „zu Hause“ Umfeld Hauptkonsumenten, denn McCain versucht über die gezeigte Werbung natürlich Kinder und schuldbewusste Mütter (und sicherlich auch Väter) die gefühlt zu wenig Zeit mit Ihrem Kind verbracht haben, anzusprechen.

So ist die Botschaft hier zunächst mal: Mach Deinem Kind unsere Pommes und in den 15 Minuten Backzeit beschäftigst Du Dich mit ihm. Hier ist das Ganze dann mit einem Gewinnspiel kombiniert.

Zunächst finde ich die optische Gestaltung wirklich schrecklich. Das gesamte Layout wirkt auf mich eher wie eine ADAC Seite für Familienversicherungen (schwarz gelb vom ADAC und eine kleine Familie), denn wie ein Convenience Produkt aus dem Food Umfeld. Zum anderen finde ich die Inhalte wirklich schrecklich antiquiert.

Die Mutter hatte also mal wieder keine Zeit für den kleinen Fritz und kochen kann sie wohl auch nicht richtig. Statt gesunder Kost gibt es Pommes und während der Backzeit wird klein Fritzchen emotional „abgefüttert“. Fünfzehn Minuten sind da natürlich dicke ausreichend. Ich will nicht bestreiten, das es teilweise so oder so ähnlich läuft – McCain bestärkt den geneigten Konsumenten nun auch noch damit, das das quasi in Ordnung ist und ein „gutes Verhalten“ darstellt.

Damit alles zeitgemäß ist, wird es dann mit Facebook verbunden und man kann die in der „Freizeit“ generieten Vorschläge bewerten lassen. Herrlich basisdemokratisch tauschen sich dann also auch die anderen McCain Supermamis untereinander aus.

Meckern ist natürlich immer leicht. Wie könnte es anders aussehen?
Langfristig wird „gesund essen“ immer mehr Relevanz bekommen. Soweit ich das von außen einschätzen kann fährt ja auch ein McDonalds zum Beispiel sehr gut mit dem „grünen Ansatz“. Als McCain würde ich das auch nutzen. Also Kernprodukt in Verbindung stellen zu gesundem Essen. Essenstipps für gestresste Eltern sind eine sinnvolle Lebensunterstützung und helfen dabei das alle gemeinsam etwas gesundes zu essen bekommen. Wenn der soziale Ansatz verfolgt werden soll kann auch gut nach den besten „Menüs“ gefragt werden. Bedingung: Es muss mindestens ein McCain Prodkukt enthalten sein.

Neben dem Umstand das auf hier „echter Mehrwert“ positiv mit dem Produkt verbunden werden, könnte auch ein echter Dialog über den Einsatz der Produkte entstehen, der für McCain wertvolle Impulse liefern könnte.

 

 

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