Wishbone – die neue Trendapp; oder auch: Geld drucken mit mobile content

Wishbone – die neue Trendapp; oder auch: Geld drucken mit mobile content

  • On 21. Oktober 2015
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Der neue Hype in den USA scheint im Bereich „mobile app“ Wishbone zu werden. Binnen weniger Wochen haben sich mehr als 1 Mio Nutzer die App installiert (das ist wohl die größte Wachstumsdynamik die es bisher jemals gab). Wishbone (dt. Wünschelrute) ist im Grunde eine modernere Interpretation von „Am I hot?“. Es werden also immer zwei Bilder gegenübergestellt. Der Anwender tippt auf das, was er bevorzugt und man bekommt angezeigt, wie sich die „Community“ entschieden hat. Von den Pärchen gibt es kuratiert ein Duzend am Tag, unendlich viele durch die Community. Alle x Pärchen bekommt man Werbung eingeblendet, die man nicht beenden kann – außer man kauft.

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Layout der App, Fragen und auch Werbung haben sich auf Teenagemädchen eingeschossen. Schwer zu sagen ob es von Beginn an so war, oder sich entwickelt hat. Wirkt in sich jedenfalls homogen – durch mich in Punkto inhaltlichem Match schwer einschätzbar. Andere Quellen behaupten, das Wishbone bereits über 1 Mio US-Dollar an Werbeeinnahmen erzielt hat. Generell erscheint mir das machbar, wenn sich die Mehrzahl der Nutzer täglich oder mehrfach täglich aktiv zeigt.

Die Macher hinter der App haben damit in jedem Fall ein super tool in der Hand. Es dürfte ein leichtes sein durch andere Moods und Visuals auch andere Zielgruppen anzusprechen. Der technische Aufwand dürfte relativ gering sein. Selbst wenn Millionen User gleichzeitig die App nutzen, wird es mittels Cloud-Services machbar sein den Traffic zu skalieren.

So weit so simpel und erstaunenswert. Was kann man daraus lernen?

  • Einfache App´s die auf lang bewährte Themen setzen, sind oft noch am erfolgsversprechendsten
  • Wenn Du ein einfaches „operationsmodell“ hast, ist „content für Werbung“ immer noch ein attraktives Modell
  • Im Mobile App Kosmos gibt es vermutlich keine Idee, die nicht zu simpel für einen Erfolg ist

Als Vater einer Tochter habe ich durchaus noch eine andere Sichtweise auf eine solche App und ihren Erfolg. Dennoch muss man festhalten, das die Macher hier einen recht brillianten Ansatz für ein erfolgreiches Modell gewählt haben und jeder, der eine App macht, sollte sich bewusst machen, das Reduktion ein Mittel zum Erfolg ist – vielleicht sogar das wichtigste überhaupt. Kenne Deinen User, reduziere auf das Wesentliche.

 

 

 

 

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