Was ist das für 1 Commerce hier? solutions.hamburg 2016 Rückblick

Was ist das für 1 Commerce hier? solutions.hamburg 2016 Rückblick

  • On 12. September 2016
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bildschirmfoto-2016-09-09-um-14-50-24Vom 07.09. 09.09 haben auch dieses Jahr die solutions.hamburg auf dem Kampnagel in Hamburg stattgefunden. Traditionelles Highlight war das Sommerfest am Freitag (ich war nicht da, aber es war bestimmt wieder super voll und total toll) und natürlich noch das Panel, das ich am Donnerstag moderieren durfte:

E-Business/M-Business

Gut – nicht sonderlich spezifisch. Erfreulicher Weise hatte ich als Moderator ein sehr starkes Panel mit Judith Schröder (Artaxo), Bahne Carstensen (Neolotto), Hanno Boeckhoff (himself) und Sören Stamer (Coremedia). Wir hatten das Thema quasi gemeinsam geerbt und hatten uns darauf verständigt das doch recht weite Thema etwas einzugrenzen und zu diesem Zweck eine Parzellierung anhand der verlinkten Präsentation betrieben. Im Nachgang hat sich eine sehr muntere und interessante Diskussion um den Stand der Commerce Landschaft (sei es nun e- oder m-commerce) entfaltet. Bahne und Hanno haben spannende Insights aus dem daily business und den Operations gegeben. Judith wusste unterhaltsames aus dem Contentcommerce zu erzählen, wie mit einfachen Mitteln Millionen Konsumenten erreicht und gebunden werden. Und Sören bedient mit Coremedia einige der ganz großen Namen des Commerce Business (zB Netaporter/Yoox) und konnte dies mit seinen Erfahrungen aus den USA ergänzen.

Was ich besonders wertvoll fand war die Erkenntnis, das wir noch zu oft von dem Idealbild des rationalen Verbraucher ausgehen. Der macht sich ein objektives Bild eines idealer Weise transparenten Marktes  und trifft dann eine wohl gereifte Kaufentscheidung. Weit gefehlt: der durchschnittliche Usecase sieht wohl eher ein „kopfloses Huhn“, das mit Halbwissen aus einer Vielzahl von (teilweise unlauteren) Werbeaussagen die für sich richtige Wahl zu treffen versucht. Demzufolge kommt es in vielen Fällen zu unbefriedigenden Ergebnissen und wir haben gemeinsam an diesem Nachmittag erneut verstanden, das es wohl in fast jedem Schritt der Commerce Wertschöpfungskette noch immenses Potential gibt. Das schließt den „Neuling“ im Commerce Business ebenso ein, wie die Schwergewichte wie beispielsweise Zalando. Der „limbische Verbraucher“, als Gegenmodell zum „rationalen Verbraucher“ bedarf noch deutlich mehr Beachtung. Major player wie Amazon sind vermutlich auch deshalb so extrem dominant, weil sie dem Verbraucher schon beinahe eine Sicherheit wie eine „Bank“ vermitteln:“egal was passiert – schick es halt zurück.“ Diese Zuverlässigkeit reduziert Komplexität und erleichtert Kaufentscheidungen. In Verbindung mit dem Dash Button wird digitaler Commerce damit schon nahezu sorgenfrei automatisiert.

Besonders bemerkenswert: wir hatten etwa 50% Zuhörer aus Asien, die uns partiell Erlebnisse im e/m-Commerce in Deutschland geschildert haben. Besonders negativ fiel hier die Logistik auf. So fand ein Zuhörer aus China es bemerkenswert, das es in Deutschland so wenig Same Day Delivery gäbe und das Logistikdienstleister wie DHL in Summe so kundenunfreundlich wären. Dazu kann man natürlich nicht viel sagen, außer: Recht hat der Mann – leider. Und vermutlich werden deshalb auch hier neue Services, wie beispielsweise ein hauseigener Versand durch Amazon, zu spürbaren Verbesserungen führen. Negativer Seiteneffekt: Wir exportieren weitere Wertschöpfungsbereiche des e/m-Commerce zu Dritten.

Auch wenn nicht alle Aussichten Anlass zur Freude geben: das Panel hat viel Spaß gemacht und war hoffentlich auch für alle Zuhörer spannend. Dank an der Stelle auch an Patrick und Moritz von Silpion.

 

 

 

 

 

 

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