Microvesting – endlich frischer Wind im Fintech-Mief?

Microvesting – endlich frischer Wind im Fintech-Mief?

  • On 11. Februar 2016
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Vor einiger Zeit habe ich mich schon mal echauffiert, das es meiner Meinung nach im Fintech-Segment viel Wirbel um wenig echte Neuerungen gibt. Ein Unternehmen wie Number26 zum Beispiel: klar – schönes Interface, netter Service. Alles wirkt jung und spritzig. Aber eine Innovation ist das nicht. Meine übrigen Girokonten (IngDiba, Comdirect und Augsburger Aktienbank) können mehr oder weniger das gleiche – nur mit dem Unterschied das der Kundenservice meiner Meinung nach stark unterschiedlich gut ist. Viele Fintechs haben hart zu kämpfen, eine Lizenz zu erhalten – allen Complianceanforderungen zu genügen und auch noch erfolgreich zu sein. Die Mehrbelastung gegenüber einem Start-Up in einem weniger regulierten Bereich ist beachtlich.

So erkläre ich mir jedenfalls, das im Hinblick auf den Kundenwert die USPs der neuen Anbieter wenig greifbar sind, bzw viele Anbieter in einem kleinen neuen Bereich fischen. Auch nicht zwingend neu, aber anders umgesetzt und mit meiner Meinung nach viel Potential ist Stash Invest. Das ist eine App aus den USA bei der der Kunde Microbeträge in Wertpapiere investieren kann. Eine gut uzmgesetzte App erleichtert die Auswahl und wenn der Kunde es möchte, kann er im Grunde mittels Auswahl eines Oberbegriffes das gesamte Investmanagement der App – bzw. dem Anbieter hinter der App – überlassen.

Klar – auch nicht neu. Fonds und Co gibt es schon ewig. Die verkaufen auch die Sparkassen. Neu ist aber, das man schon mit einstelligen (Dollar)Beträgen Anteile erwerben kann. So wird es im Grunde möglich, wann immer Geld „übrig“ ist, dieses in eine echte Kapitalanlage zu stecken, denn in das berühmte Sparschwein. Die Gebühren hierbei sind allerdings recht beachtlich, so lange so wenig angespart wird. Ob es einem das Wert ist oder nicht, muss jeder selbst entscheiden.

Ich finde den Ansatz trotz hoher Gebühren interessant. Das Gros der Bevölkerung hat keine Vermögensaufbaustrategie. Das nicht, weil kein Geld vorhanden ist, sondern weil das Thema gemieden wird und Unbehagen bereitet. Gerade für solche Menschen finde ich es hilfreich, wenn die Möglichkeit besteht kleine Beträge bei Seite zu legen und so Vermögen aufzubauen. Als sinnvolle Erweiterungen der App würde ich mir vorstellen, das die App beim sparen an anderen Stellen hilft und animiert das Delta gleich wieder bei Seite zu legen.

Leider gibt es Stash bisher nur in den USA und es ist nur möglich US Konten zu hinterlegen. Wird aber sicherlich nicht lange dauern, bis eine Adaption im deutschen Markt gibt.

 

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