Mein Umstieg von iPhone auf Android (Google Pixel)

Mein Umstieg von iPhone auf Android (Google Pixel)

  • On 3. November 2016
  • 0 Comments

Seit dem 3G war ich treuer iPhone Nutzer und Kunde. Bis zum iPhone6s habe ich tatsächlich jede Modellgeneration besessen. Meine anfängliche Euphorie wich über die Jahre immer mehr einem gewissen Unverständnis, wie sich die Generationen weiter entwickelt haben. Spätesten seit dem iPhone5 gab es meiner Meinung nach keine echte Innovation mehr – lediglich Verbesserungen der bestehenden Technik. Auch fein, aber sicherlich nicht mehr das, was ein Iphone3G versprochen hat. Und sicherlich auch nicht das wert, was die iPhones kosten.

Mit meinem iPhone6 hatte ich dann Pech mit dem Display und bekam auf Garantie ein brandneues 6s. Das hat im Grunde seit Beginn an einen Akkudefekt, den Apple jedoch nicht „diagnostizieren“ will. Kurzfassung: Bei etwa 35% schaltet sich das Gerät immer wieder mal aus. Wenn man dann auflädt, kann man nach etwa 1 Minute wieder einschalten und der Akku steht bei 60%. Die tatsächlich nutzbare Akkulaufzeit hat sich netto auf etwa vier Stunden reduziert. Bei meinen diversen Terminen an der „Genius Bar“ hat dann immer ein Mitarbeiter meinen Akku via Software getestet und dabei kam dann immer raus, das mein Akku noch 98% Leistungsfähig wäre. Die beschriebenen Effekte konnte ich zwar sogar im Apple Laden vorführen – an der Einschätzung, das mein Telefon „heile“ wäre, änderte das jedoch nichts. Lange Rede, kurzer Sinn: Apple konnte oder wollte nichts tun. Irgendwann hatte ich dann die Nase voll und entschied, dem iPhone Goodbye zu sagen.

Der Lock-In Effekt

Mein „Problem“ war, das ich über mehrere Jahre alle Daten, Musik, Fotos und Filme in Apple´s Plattformen gekauft oder gespeichert hatte und ich war skeptisch , ob es mit einem sinnvollen Aufwand möglich ist, alles auf ein Android System zu übertragen. Am wichtigsten waren mir: Mails, Fotos und Kontakte. Ich wollte es dennoch risikieren. Nach etwas Recherche entschied ich mich dann für ein Google Pixel. Das ist zwar wie das iPhone auch überteuert; allerdings überzeugte mich die hochwertige Hardware und das es ein „cleanes Android“ System ist; also ohne Anpassungen und Bloatware eines anderen Herstellers, wie beispielsweise Samsung.

Die Einrichtung des Pixel

Nach dem das gute Stück dann da war, habe ich miciphone2pixelh Abends an die Einrichtung gewagt – mit einem mulmigen Gefühl. Vollkommen unnötig, wie sich gezeigt hat. Das Pixel hat einen Setup-Assistenten, der explizit auch die Möglichkeit bietet, Daten aus einem anderen Smartphone zu übernehmen. Mittels Kabel verbindet man das Pixel mit dem Quell-Telefon (bei mir halt das iPhone6s) und nahezu alle Daten werden übertragen. Bei mir waren das etwa 60GB, was ca. 1,5 Stunden gedauert hat. Danach ist man im Grunde erst mal wieder arbeitsfähig. Ein paar Ausnahmen gibt es allerdings schon, an die man auf diesem Wege nicht ran kommt.

Die Grenzen des Setups

Nicht übernommen werden im Rahmen der Einrichtung Apps und alle Medieninhalte, die nicht Musik sind. Bedeutet: Hörbücher, Filme etc sind erst mal nicht da. Bei den Apps ist es in meinem Fall nicht weiter dramatisch gewesen. Die Mehrzahl sind „free Apps“. Bei den Bezahlapps hängt der „Premiumstatus“ in der Mehrzahl an einem Useraccount, sodass man nach Login wieder „Premium“ ist. Ich hatte nur eine Ausnahme. Extrakosten; 4,99€. Unterwegs habe ich gerne TV Serien und Filme via iPhone geschaut. Diese habe ich auf einem der klassischen Wege in der Tat nicht auf mein Pixel bekommen. Für mich war das nicht dramatisch, da ich in der Regel immer nur „nach Bedarf“ gekauft habe und somit alles bereits geschaut habe. TV Serien oder Filme sammeln war noch nie so mein Ding – von daher finde ich den „Verlust“ nicht dramatisch. Da mag es aber sicherlich andere Sichtweisen zu geben. Es gibt wohl kostenpflichtige Software wie Wondershare, die einem dabei hilft, alle nicht DRM geschützte Inhalte (ab etwa 2009) doch auf das Android zu ziehen. Wondershare kostet allerdings zwischen 30 – 40€.

Operation gelungen

Abgesehen von meinen TV Serien habe ich also eigentlich binnen weniger Stunden alles auf dem Pixel wieder am laufen gehabt. Sollte doch mal etwas fehlen, kann man ein Android und ein iPhone gut mittels Zapya verbinden und einzelne Inhalte transferieren; begrenzt auf Kontakte, Fotos, Musik, Videos die mit dem Smartphone aufgenommen wurde. Meiner Meinung und Erfahrung nach, gibt es keinen Grund NICHT von iPhone auf Android umzusteigen. Ausnahme hierzu scheinen mir nur Film und TV Serien Sammler oder Hörbuchfanatiker zu sein, die alle diese Inhalte in Apple Plattformen gebunden haben. In solchen einem Fall macht es vermutlich Sinn, sich vorab genauer mit Wondershare und vergleichbaren Lösungen auseinander zu setzen.

Und sonst

Es hat etwa 48 Stunden gedauert, bis ich mich einigermaßen an das Pixel gewöhnt hatte. Auch nach gut 10 Tagen habe ich noch nicht alles so drauf, wie beim iPhone. Aber es kommt und was ich „sehe“, gefällt mir. Zumindest beim Google Pixel bin ich vom Android System sehr angetan. Mir gefällt, das ich mehr Transparenz und Einstellmöglichkeiten habe. Vieles ist anders gelöst – die eigentliche Leistung ist für den Normal- und Intensivanwender aber wohl mehr oder weniger identisch. Der Fingenscanner funktioniert für mich beim Pixel viel besser als beim iPhone. Und der Akku beim Pixel ist wirklich top. Also: Es braucht etwas Zeit, aber es lohnt sich.

Leider hat Apple ja nun auch die neueste MacBookPro Generation versaut und mein angestaubtes MacBookAir muss mal ausgetauscht werden. Ich bin gespannt, was das dann wird.

 

 

 

0 Comments

Kommentar verfassen