iPhone 5 release day hysteria

iPhone 5 release day hysteria

  • On 12. September 2012
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Hallo allerseits,
heute ist der 12. September 2012 und das Geschick der Welt wird sich heute wieder einmal nachhaltig und dauerhaft verändern – positiv natürlich. Denn heute soll das neue iPhone 5 vorgestellt – und der Erstauslieferungstag angegeben werden.

Naja – gut. Ganz so groß dürfte der Impact des neuen iPhones (das ja Gerüchten zu Folge auch nicht“ iPhone 5″ heißen wird, sondern nur „the new iPhone“) auf die Welt wohl nicht sein, wobei man teilweise schon den Eindruck haben könnte, das die Vorstellung heuteim Yerba Buena Center in San Francisco zum Event des Jahres wird. Natürlich wird das neue iPhone – egal wie es dann nun heißen wird – in rauen Mengen verkauft werden. Das wirft natürlich lange Schatten voraus.

Wohl schon seit Monaten laufen die Fabriken in China heiß und produzieren neue Geräte. Angeblich sollen 20 Millionen Einheiten auf Lager gelegt werden, die primär ab heute endproduziert werden. Das Ziel waren wohl 30 Millionen Einheiten, aber aufgrund von Produktionsproblemen an dem neuen Display sind es nur 2/3 geworden.

Die großen Logistikdiensleister in USA, allen voran FedEx, rechnen mit „enormen Versandmengen“ für die Zeit vom 21.09. – 24.09. Das würde ein Releasedate (zumindest für USA) für um den 20.09. implizieren. Als Konsequenz daraus voller Urlaubsstop und Überstunden für alle.

Der Hype geht dann so weit, das in den USA die Börsenkurse aufgrund des Releasedates massiv steigen und Analysten einen nachhaltig positiven Einfluß auf das Wirtschaftswachstum in USA erwarten. Das dürfte Steve Jobs posthum freuen, denn das Wirtschaftswachstum würde Obama bei der Wiederwahl helfen und Steve Jobs ist sicherlich eher Demokrat, denn Republikaner.

Die diskutierten neuen Features des neuen iPhones muten auch wirklich spannend an. Nachdem das letzte „neue“, das 4s, nur wenige Innovationen zu bieten hatte, erwarten jetzt wohl alle wieder einen echten Knaller von Apple. Angefangen von neuem Design, besserem Akku, besserem Display, besserer Kamera, NearFieldChipsatz und einigem mehr ist wohl vor allem klar, das dieses mal wieder ein Schritt wie vom ersten iPhone zum 3G zu erwarten ist.

Das klingt alles natürlich super spannend und man muß wohl einfach mal den Hut ziehen: Dafür das eine innovative Produktidee die Welt so nachhaltig beeinflusst und eine solche Wirtschaftskraft entfacht hat. Etwas, was in Europa heut zu Tage nur schwer denkbar ist,  da hier eigentlich nur dort investiert wird, wo „klare Perspektiven“ vorhanden sind. Die Risikobereitschaft von Apple hat sich mehr als ausgezahlt und vom Grunde her ist es den Kaliforniern mehr als zu gönnen, das es immer so weiter gehen mag.

Dennoch schwingen bei mir in den letzten Wochen immer mehr negative Emotionen mit, wenn ich an Apple und das iPhone denke und ich bin ernsthaft am überlegen, ob ich mein iPhone4 nicht gegen die neue Generation eintausche, sondern mir ein anderes Gerät zulege.

Angefangen hat dieser Gedankenwandel als ich die Biografie von Steve Jobs gelesen habe. Steve Jobs und sein Verhalten werden da nicht immer als das beschrieben, was ich als tolerierbar und akzeptabel empfinde. An etlichen Punkten habe ich mich gefragt, was ich denken würde, wenn mich jemand so behandeln würde, wie Steve Jobs es massenhaft getan hat. Kurz gesagt: Fände ich nicht gut.

Von der Biografie bin ich dann zu weiteren Inhalten gekommen, die sich mit Apple auseinander setzen. Da gibt es zum Beispiel einen spannenden Film über die Produktionsbedingungen in China, wo Apple Produkte produziert werden. Das Video hat inhaltlich sicherlich ein paar Schwächen, reisst einen aber dennoch aus der gemütlichen Annahme, das man einfach ein styliges Produkt gekauft hat – ohne Nachteile. Ferner fällt auf, das Apple Produkte – besonders iPad, iPhone und iPod – nicht auf eine lange Haltbarkeit ausgelegt sind. Die Akkus sind nicht sehr widerstandsfähig und je nach Nutzungsverhalten nach 2 – 4 Jahren durch. Recht kurz für so teure Produkte. Und da der Privatanwender einen Akku nicht einfach tauschen kann wird in der Regel das „defekte“ Gerät ersetzt. Zu dieser  „geplanten Obsoleszenz“ gibt es auch ein nettes Video. Heute finde ich dann noch diesen Bericht hier, in dem beschrieben ist (Anhand von angeblich originalen Schulungsunterlagen), wie Apple Mitarbeiter mit ihren Kollegen und den Kunden im Apple Store umzugehen haben. Kurz gesagt geht das auf eine  esxtreme Psycho-Ebene runter. Jeder kann selber beurteilen, wie er darüber denkt.

Daneben bin ich allerdings auch als Anwender inzwischen genervt. Vor allem von der festen Verbindung zwischen iTunes, dem Store und dem Gerät. Dem Fehlen von Flash. Den Restriktionen im System, sobald man sich ein wenig von den „vorgedachten“ Wegen entfernen will. So ist es zum Beispiel nicht möglich zwei iTunes Mediatheken miteinander zu verbinden, wie meine Frau und ich es vor hatten. Wir haben beide unabhängig voneinander eine Mediathek aufgebaut und Alben und Filme gekauft. So wie wir vor etlichen Jahren zusammen gezogen sind und geheiratet haben, wollten wir auch unsere virtuellen iTunes Inhalte verbinden. Kurz gesagt: Ist nicht vorgesehen von Apple. Es gibt hierzu noch weitere Beispiele, die ich mir jetzt aber spare.

In Summe also doch auch so einiges, was gegen ein neues iPhone spricht. Ich bin gespannt, ob der Sog der Masse mich noch mitreißen wird, oder ob ich mir an Ende ein anderes Gerät holen werde.

Was haltet Ihr davon und werdet Ihr Euch das neue iPhone holen? Eure Meinung interessiert mich…

 

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