Gutes Blogging, schlechtes Blogging

Gutes Blogging, schlechtes Blogging

  • On 6. Dezember 2013
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Seit gut einem Jahr betreibe ich hier mein eigenes Blog. In dieser Zeit habe ich etwa 70 Beiträge veröffentlicht. Die Bandbreite geht von eher privaten und Boulevardinhalten (Carsharing, etc.) zu fachspezifischen Inhalten, die sich mit Games und Gambling befassen.

 

Wenn ich einen Beitrag schreibe, pushe ich diesen inzwischen über Mitteilung auf Facebook, Twitter, Linkedin und XING. Die ersten drei kann mein WordPress-Blog automatisch feeden – XING muss ich manuell nachpflegen – scheint bei WordPress (noch?) keine Relevanz zu haben 😉 Mit diesem „feeden“ habe ich etwa nach den ersten 20 Beiträgen angefangen.

Inzwischen sind in der Regel 30 – 40 unique User pro Tag auf meinem Blog. Natürlich nimmt diese Zahl im mittelfrist Trend zu. Auslöser hierfür sind die stetig neuen Beiträge, das Tagging und die Referrals die über die Suchmaschinen dann auf mein Blog kommen. Mit den Besuchern steigen auch die Lesezahlen – kling logisch. Deutlich messbaren Impact hat dabei die Gestaltung des Blogs. Eine Umstellung des Designs vor einigem Monaten hat die durchschnittlichen PageImpressions je Besucher nahezu verdoppelt. Wichtig ist dabei, das das Blog „responsive“ ist – also auch mobile und auf pad gut dargestellt werden kann.

Dennoch ist der wichtigste Treiber für die Nutzung der Inhalt an sich – glücklicher Weise. Anfänglich habe ich vermutet, das „echte Insiderinformationen“ besonders viele Nutzer bedeuten würden. Dem ist aber nicht so. So konnte ich wenige Tage vor der offiziellen Nachricht berichten, das die FTD schließen würde. Hat kaum jemanden interessiert. Ich habe auch sehr tief gehende Reihen zu Social Game Design geschrieben – hat auch kaum jemanden interessiert.

Wirklich umgehauen hat mich hingegen die Nutzung von eher allgemeinen Themen, zu denen es auch bereits x-fach Beiträge gibt. Die Meldungen zu Carsharing und Coworking waren zum Beispiel überproportional erfolgreich und haben etwa doppelt so viel Leser wie sonst kreiert.

Absoluter Spitzenreiter in Punkto Nutzung ist aber mein Beitrag zur Scheinheiligkeit in der free2play Diskussion gewesen. Ein klar emotional gefärbter Post. Der Beitrag wurde teilweise auch in anderen Medien referenziert und hat binnen 2 Tagen etwa Faktor 50 !!! der üblichen Nutzerzahlen erzeugt.

Daraus kann man einiges lernen, was den Aufbau eines Blogs anbelangt. Folgende Punkte möchte ich da anführen:

  • Mindestens ein Blogbeitrag pro Woche – idealer Weise mehr
  • Blogbeiträge über soziale Kanäle publizieren und so Aufmerksamkeit erzeugen
  • Artikel mit guten und sinnvollen Tags versehen
  • Ein responsive Layout nutzen
  • Das Layout sollte die Nutzung weiterer Artikel über den Einstiegsartikel hinaus fördern
  • Eine thematische „Nische“ für das Blog definieren  – je spitzer, desto kleiner die Zielgruppe, aber desto höher die Treue
  • Innerhalb der Nische inhaltlich relevante, korrekte und idealer Weise unterhaltsame Artikel schreiben
  • Und vor allem immer wieder polarisierende und emotionalisierende Texte. Das sollte man allerdings nicht übertreiben, damit die inhaltliche Korrektheit und Relevanz nicht leiden

Mein Blog ist ganz klar auch eine Egosache. Ich schreibe halt gerne etwas und es macht mir Spaß meine eigene Seite zu entwickeln. Unabhängig davon haben in den letzten 12 Monaten etwa 1-2.000 unique Personen mein Blog aufgesucht.  Die „Conversionrate“ ist generell eher gering bei einem Blog, dennoch haben sich etliche neue Kontakte auf diesem Wege ergeben. Gleichermaßen, stellt mein Blog inzwischen eine Art Visitenkarte für mich dar. Bloggen? Ja, gerne :-)

 

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