Groupon Concept Store – Internet meets real life

Groupon Concept Store – Internet meets real life

  • On 24. Januar 2013
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Durch einen Hinweis auf Etailment (mal ansehen – super Seite für alle die an eCommerce interessiert sind) bin ich auf folgendes Video aufmerksam geworden:

Zu sehen ist der Gang durch den ersten Groupon Laden, der vor kurzem in Kong Kong aufgemacht hat. Wie im Video zu sehen ist, ist der Laden wirklich sehr gut besucht.

Ich bin schon seit geraumer Zeit der Ansicht, das es für verschiedene Arten von Unternehmen aus dem Internet sinnvoll sein kann, echte Ladenlokale zu eröffnen. In Berlin gibt es erste Ladenlokale von Möbelgeschäften aus dem Internet  (Fashion4home). Apple ist natürlich kein klassisches Internetunternehmen, bewegt sich aber dennoch viel im Internet und generiert hierüber einen vertiablen Teil des Business. Groupon hingegen verkauft im Internet ja eher eine Dienstleistung. Dennoch kann man im Video deutlich sehen, das der Laden stark frequentiert ist. Natürlich ist solch ein Ladenlokal aber auch sehr teuer. Wie könnte Groupon also davon profitieren? Hier ein paar Hypothesen von mir:

– Der Laden macht „Groupon“ anfassbar und zahlt somit in erster Linie auf das Vertrauen ein. Viele Verbraucher haben noch Hemmungen im Internet Geld auszugeben, da der „Shop“ vermeintlich nicht greifbar ist. Dieses Problem wird hierüber vielleicht nicht gelöst – jedoch für den Verbraucher abgeschwächt, da er theoretisch die Möglichkeit hat, den Laden zu besuchen.

– Das Unternehmen hat die Möglichkeit in eine engere Interaktion mit dem Verbraucher zu treten und so besser zu erfahren, was den Kunden interessiert und bewegt. Perfekte Marktforschung, deren Erkenntnisse sich gut auf das Produktangebot im Web übertragen lassen.

– Die Marke wird aufgebaut und gestärkt. Die Verbindung von offline und online fördert die Markenwahrnehmung Bekanntheit noch mal besonders, da der Markenname in einem anderen Kontext erneut angetroffen wird. Hierfür ist es allerdings hilfreich, sich in einer 1A Lage zu befinden – nur so finden entsprechende „Kontakte“ statt.

– Die Ladenlokale geben dem Unternehmen eine positive Geschichte, die sich gut verkaufen und vermarkten lässt. Ferner lassen sich in den Stores immer wieder PR relevante Themen abfeiern. Apple hat das ja zu den Produktlaunches perfektioniert. Somit bieten die Ladenlokale eine gute PR Umgebung und im besten Fall kostenlose Werbung.

– Verkaufen kann man sicherlich auch noch etwas. Allerdings dürfte es schwer messbar sein, ob es sich hierbei um Zusatzverkäufe handelt, die diese Personen sonst nicht virtuell getätigt hätten, oder ob hier eine Kannibalisierung stattfindet. Gerade bei einer Dienstleistung wie Groupon würde ich eher davon ausgehen, das es sich nicht um Zusatzverkäufe handelt. Bei dem Showroom von Fashion4home kann ich mir eher vorstellen, das die „Greifbarkeit“ der Produkte dabei hilft unentschlossene Personen zu überzeugen und den Kauf abzuschließen.

So oder so – meiner Einschätzung nach ist hieraus erkennbar, das immer mehr Unternehmen aus dem Internet sich dem Thema „Ladenlokal“ annehmen. Die virtuelle Welt greift nach der realen Umgebung und es schließt sich im Grunde der Kreislauf. Eine spannende Entwicklung.

 

 

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