Facebook@work – Angriff auf die Enterprise-Communities

Facebook@work – Angriff auf die Enterprise-Communities

  • On 10. Februar 2016
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Ich finde Facebook wirklich gut. Ich finde es toll, wie man sein Netzwerk digital abbilden und pflegen kann. Mir gibt Facebook die Möglichkeit mit einer Menge an Leuten regelmäßig in Kontakt zu stehen und mich mitzuteilen. Facebook ist ein Werkzeug und was man daraus macht, liegt immer in der Hand des Anwenders.

Facebook ist sicherlich mit weitem Abstand das bekannteste Netzwerk. Allerdings ist es inhaltlich klar im „Freizeit“ Bereich aufgehängt. Neben sozialen  Netzen wie Facebook haben sich in den letzten 1,5 Jahrzehnten auch etliche Netzwerke entwickelt, die auf die berufliche Nutzung abzielen. Am bekanntesten sind in Deutschland vermutlich XING und LinkedIN. Neben diesen offenen Lösungen gibt es auch zahlreiche geschlossene Anwendungen die auf die Vernetzung von Mitarbeitern eines Unternehmens abzielen und kollaborative Tools wie Chats, Foren, Projekthilfen und vieles mehr bereit stellen. Kurz: Enterprise Communities.

Bei der Mehrzahl der Unternehmen die diese Lösungen herstellen handelt es sich um kleine und mittlere Anbieter. Microsoft hat natürlich auch eine Anwendung mit Yammer. XING und Linkedin sind an den Börsen notiert.

In diesem Markt dringt bald Facebook@Work ein. Wie der Name schon sagt, soll es starke Ableitungen von dem bekannten Facebook geben, angereichert um eben kollaborative Tools. Gerüchte halber soll auch die Kollaboration zwischen Unternehmen gefördert werden und so Reibungsverluste der jetzt bestehenden, unterschiedlichen Kommunikationskreise, verringern.

Ich denke das kann hart werden für den Markt. Kleine Anbieter wie zum Beispiel Communote bekommen noch mehr, wirklich starke Konkurrenz. Facebook ist es gewohnt, Entwicklungen stark an Nutzerbedürfnissen auszurichten. Daher traue ich Facebook auch eher als Microsoft zu, eine gut funktionale Anwendung zu produzieren. Wenn das gelingt kann es zumindest für Linkedin spürtbar härter werden. Linkedin hat seinen Nutzerschwerpunkt im englischsprachigen Raum wo auch Facebook ansetzt. Die Kunden sind mehrheitlich genervt von der Menge der Werbung und dem Spamming im Netzwerk. XING kann natürlich auch unter dem Angebot leiden – hier denke ich dennoch, das das Netzwerk ansich besser geschützt ist, da dieses deutlich mehr als Linkedin professionell ausgerichtet ist.

Eine spannende Entwicklung, die es zu beobachten gilt.

 

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