Digitalisierung eats Buchhandlung – Amazon drängt in den Filialvertrieb

Digitalisierung eats Buchhandlung – Amazon drängt in den Filialvertrieb

  • On 4. Februar 2016
  • 0 Comments

Letztes Jahr hat Amazon in Seattle seinen ersten Offline-Shop aufgemacht. Damals ist das Thema recht kontrovers diskutiert worden. Viele haben in dem Laden einen Indikator gesehen, das Buchverkauf online nicht ausreichend profitabel ist und nun noch offline als Vertriebskanal dazu genommen werden kann.

Ich hielt das für weniger wahrscheinlich – was richtig ist, ist weiterhin unklar. In jedem Fall scheint Amazon aber mit dem Erfolg seines Laden in Amazon zufrieden zu sein. In einer Telefonkonferenz sickerte am Rande durch, das Amazon scheinbar plant aus seiner Filiale ein Netz von 300 – 400 Geschäften in den USA zu machen. Die Information stammt von einem Manager einer Immobiliengesellschaft in den USA – er wollte durch die Aussagen unterstreichen, das stationärer Vertrieb weiterhin sehr wichtig wäre.

Ich halte es für erstaunlich, das Amazon bereits nach wenigen Monaten ausreichend Daten hat um den Ausbau voran zu treiben. Das spricht dafür, das die Verbindung von Onlineprofil und Offlinemetriken sehr gut funktioniert hat.

Abgesehen davon, das diese Entwicklung dem bestehenden, stationären, Wettbewerb mächtig einheizen dürfte, zeigt es aber auch, das Offline-Händler eigentlich Zugang zu einem sehr attraktiven Potential haben – dies aber oftmals nicht nutzen, da keine sinnvolle Digitalstrategie vorhanden ist. Irgendwie schade.

 

0 Comments

Kommentar verfassen