Castingshows sind tot – es lebe die Castingshow

Castingshows sind tot – es lebe die Castingshow

  • On 23. Oktober 2012
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Moin alle,

die Tage habe ich Plakatwerbung für „the Voice of Germany“ gesehen. Eine der unzähligen (laut Castingshow-news sind es wohl aktuell 16) Castingshows die im TV laufen und die vermutlich auch demnächst wieder mal anfängt. Soweit, so unspektakulär. „The Voice of Germany“ habe ich von den ein oder zwei malen wo ich reingezappt habe auch als sehr schwach in Erinnerung – vergleichbar mit Popstars! das ja scheinbar gerade seinen Untergang erlebt.

Auch andere Castingshows haben mit sinkenen Quoten zu kämpfen, bei Popstars! besteht die berechtigte Hoffnung das es das nicht noch mal geben wird – es scheint also so, als wäre der Castinghype langsam am abklingen und die Konsolidierung der Formate beginnt – vielleicht vergleichbar mit Quizshows wird es dann in 3 – 5 Jahren einige wenige Formate noch geben – der Rest macht Platz für neue Sendungen.

So weit, so normal auch. Was aber passiert mit dem „Casting Markt“? Was soll das überhaupt sein?
– Damit meine ich zunächst mal die Zehntausende von „wollenden“ Musikern, Modells etc. die gerne mittels Castingshow eine neue Karriere anstreben möchten. Sie alle haben wohl gemein, das sie sich für talentiert halten und sich vorstellen können mittels Castingshow erfolgreich zu werden. Vorbereitung, Kleidung, Anreise, eventuell Übernachtungen etc. lassen sich die Kandidaten sicherlich eine Stange Geld kosten.
– Ferner gibt es eine Industrie die die Castingteilnehmer bedient und daran verdient, zum anderen aber auch eine Industrie, die vor allem den „Content“ der Kandidaten aufnimmt und verarbeitet. Kein Boulevardformat mehr kommt ohne Informationen und Gossip zu Casingshows aus.

Diese beiden Hauptakteure haben auch künftig ein Interesse daran das es Castingshows gibt. Und hier kommt dann das Internet ins Spiel: Ich denke es künftig Castingshowformate im Internet geben – zumindest würde es sich anbieten.

Ich stelle mir das so vor, das „Castingteilnehmer“ ihren Beitrag aufnehmen und online einreichen. Eine Jury und/oder das Publikum votet dann. Hierauf aufbauen kann es wie im TV auch verschiedene Mechaniken geben: Vorrunden, Liverunden, Endrunden etc. – wie auch immer das nun vom Wording her genau aussieht. Als Geschäftsmodell kann Werbung verkauft werden (wie im TV), aber auch Mehrwerte den Castingteilnehmern angeboten werden – passend zu der Performance Ihrer Darbietung. Die Umsetzung ist sicherlich nicht trivial, sollte aber auch nicht zu komplex sein – kritisch ist die Mediacoverage. Daher wäre ein solches Modell prädestiniert für die Umsetzung durch einen TV Sender. Der kann die nötige Reichweite aufbauen, hat in der Regel ausreichend IT Resourcen und kann am besten den entstehen Content cross-Chanel verwerten.

Ich tippe darauf, das es sowas mit dem Niedergang der Castingshows im TV geben wird. Als „special Interest“ im Internet werden solche Formate vermutlich ewig leben können. Ich bin gespannt, ob ich mit meinem Tipp richtig liege.

 

 

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