Ausverkauft

Ausverkauft

  • On 14. März 2017
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Als ich mich entschloss Produkte zu importieren und über Marktplätze wie Amazon zu verkaufen, habe ich mir vor allem Gedanken gemacht, wie groß das finanzielle Risiko für den Fall ist, das niemand die Sachen haben möchte. Die „Angst“ davor, auf einem Warenbestand sitzen zu bleiben hat dazu geführt, das ich mir sehr viel Zeit bei der Auswahl guter Vorprodukte genommen habe und diese dann auch recht mühsam angepasst habe. Nach etlichen Monaten Vorbereitungszeit habe ich Mitte Januar dann angefangen zu verkaufen. Bei dem von mir verkauftem Produkt hatte ich im Schnitt mit 2,3 Einheiten Absatz pro Tag kalkuliert. Dieses Tempo würde mir Zeit geben ein paar Wochen Erfahrungen zu sammeln und ausreichend schnell neu zu bestellen. Im Falle des Misserfolgs, wäre der Schaden noch überschaubar gewesen.

Absatz in Einheiten pro Tag

Absatz in Einheiten pro Tag

Nachdem ich mein Listing verbessert hatte (aber sicherlich nicht voll durch optimiert habe), etwas PPC gemacht habe und ein paar Content Themen anschieben konnte (das nuf, Frühlingskindermama, Mama Juja) ging der Absatz deutlich nach oben. So rasant, das ich nach vier Wochen schon nachbestellt habe. Leider trotzdem zu spät, denn obwohl ich ab Ende Februar dann alle Werbemaßnahmen wieder abgeschaltet hatte, sind seit ein paar Tagen alle Produkte verkauft. Die neue Ware befindet sich allerdings erst auf dem Schiff und wird in sechs bis sieben Wochen wieder zum Verkauf anstehen.

Im Grunde ist das natürlich toll. Das Experiment hat funktioniert und ich werde versuchen das Gelernte auf neue Produkte zu übertragen. Gleichzeitig ist es aber für das bestehende Listing nicht gut, so lange inaktiv zu sein. Ich muss mir also Maßnahmen überlegen, den Verkauf wieder anzukurbeln, wenn die neue Ware da ist.

Gleichzeitig zeigt sich auch, das dieses Geschäftsmodell sehr kapitalintensiv ist. Auf Basis des bisherigen Absatztempo habe ich die Bestellmenge verfünffacht. Die Erlöse über die Marktplätze landen aber erst mit 3 – 4 Wochen Verzögerung bei mir. Daraus ergibt sich ein vertibales Delta, das man erst mal abfangen muss. In einigen „Szeneforen“ zu Amazon FBA wird gerne mal behauptet, das man mit 500 – 1.000€ in das Importbusiness einsteigen kann: ich kann mir nicht vorstellen, wie das seriös passieren soll.

Im Übrigen finde ich es sehr erfrischend, Ware über die Marktplätze zu verkaufen. Man merkt bei fast jeder Aktion, das es ein Feedback gibt. So habe ich beispielsweise meine E-Mail und Rechnungstexte mehrfach überarbeitet und ganz erstaunliche Erfolge bei den Reaktionen hierauf verzeichnen können. PPC ist ein super Werkzeug um (punktuell) Aufmerksamkeit zu erzeugen. Mir erscheint es immer weniger nachvollziehbar, wenn Retail sich in weiten Teilen oft auf den passiven Abverkauf konzentriert.

 

 

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